Title: Fußheberschwäche: Ursachen, Symptome und Behandlung
Author: Meike Bohland
Published: 29. Januar 2024
Last modified: 19. März 2026

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# Fußheberschwäche: Ursachen, Symptome und Behandlung

 Veröffentlicht am 29. Januar 202419. März 2026 von [Meike Bohland](https://www.cwhoffmeister.de/author/meike-bohland/)

Fußheberschwäche, auch bekannt als Peroneuslähmung oder Drop Foot, ist eine neurologische
Störung, bei der die Muskulatur, die für das Heben und die Kontrolle des Fußes während
des Gehens und Stehens verantwortlich ist, geschwächt oder gelähmt ist. Diese Beeinträchtigung
kann zu Schwierigkeiten beim Anheben des Fußes führen und die Mobilität beeinträchtigen.
In diesem Artikel werden wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
von Fußheberschwäche genauer betrachten.

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## **Was ist Fußheberschwäche?**

Fußheberschwäche tritt auf, wenn die Muskeln, die den Fuß anheben sollten, nicht
richtig funktionieren. Dies kann zu einer unzureichenden oder fehlenden Hebungsreaktion
des Fußes führen, was das Gehen erschwert. Fußheberschwäche kann einseitig oder 
beidseitig auftreten und kann vorübergehend oder dauerhaft sein.

**Ursachen von Fußheberschwäche**

Fußheberschwäche kann verschiedene Ursachen haben, die entweder das zentrale Nervensystem
oder das periphere Nervensystem betreffen. Im zentralen Nervensystem können Zustände
wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Schädeltrauma, Zerebralparese oder Querschnittslähmung
zu Fußheberschwäche führen. Im peripheren Nervensystem können Verletzungen wie Frakturen
mit Nervenschädigung, Quetschungen der peripheren Nerven oder große Schnitt- und
Bisswunden Fußheberschwäche verursachen.

**Symptome von Fußheberschwäche**

Die Hauptsymptome von Fußheberschwäche sind sichtbar, wenn der Fuß abgerollt und
das Bein beim Gehen vorgeschwungen wird. Der Vorderfuß, die Zehen und/oder der seitliche
Fußrand heben sich nicht ausreichend oder gar nicht gegen die Schwerkraft an, was
zu einem sogenannten „Fallfuß“ führt. Dies kann das Gangbild der Betroffenen verändern,
da das Bein oder Knie weiter angehoben werden muss, um ein Hängenbleiben des Fußes
zu vermeiden. In vielen Fällen kompensieren Betroffene die fehlende Fußhebung durch
Hüftbewegungen, die das Gangbild weiter beeinträchtigen können.

**Diagnose von Fußheberschwäche**

Die Diagnose von Fußheberschwäche erfolgt in der Regel durch eine umfassende Anamnese,
körperliche Untersuchung und verschiedene diagnostische Verfahren. Der Arzt wird
die Symptome, ihre Dauer und mögliche vorangegangene Verletzungen oder Erkrankungen
erfragen. Bei der körperlichen Untersuchung werden die Füße, Beine und Hüften auf
Anzeichen von Muskelschwäche, Sensibilitätsverlust oder anderen Abnormalitäten untersucht.
Diagnostische Verfahren wie die Elektromyographie (EMG) und der Nervenleitgeschwindigkeitstest
können ebenfalls eingesetzt werden, um die Funktion der Nerven und Muskeln zu überprüfen.

**Behandlungsmöglichkeiten von Fußheberschwäche**

Die Behandlung von Fußheberschwäche zielt darauf ab, die Funktion des Fußhebers 
zu verbessern und die Mobilität des Betroffenen wiederherzustellen. Eine häufig 
verwendete Methode ist der Einsatz von Orthesen oder Schienen, die den Fuß stabilisieren
und das Anheben des Vorderfußes unterstützen. Diese Hilfsmittel können entweder 
mechanisch oder durch funktionelle Elektrostimulation (FES) wirken. Physiotherapie
und gezielte Übungen können ebenfalls hilfreich sein, um die Muskeln zu stärken 
und die Beweglichkeit zu verbessern. In einigen Fällen können auch medikamentöse
Behandlungen oder chirurgische Eingriffe erwogen werden, um die Symptome zu lindern
oder die zugrunde liegende Ursache zu behandeln.

**Hilfsmittel bei Fußheberschwäche**

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die bei Fußheberschwäche eingesetzt werden können,
um die Mobilität und Sicherheit der Betroffenen zu verbessern. Eine häufig verwendete
Art von Hilfsmitteln sind dynamische Unterschenkelorthesen, die den Fuß während 
des Gangzyklus unterstützen. Diese Orthesen verwenden ein mechanisches Prinzip, 
um das Abrollen des Fußes zu kontrollieren und die Fußhebung zu ermöglichen. Eine
andere Möglichkeit sind Systeme zur Funktionellen Elektrostimulation (FES), die 
elektrische Impulse verwenden, um die Muskelkontraktion und somit die Fußhebung 
auszulösen.

**Experten bei der Behandlung von Fußheberschwäche**

Bei der Behandlung von Fußheberschwäche ist es wichtig, mit verschiedenen Experten
zusammenzuarbeiten, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ärzte, Orthopädietechniker
und Therapeuten können gemeinsam eine individuelle Behandlungsstrategie entwickeln,
die auf die Bedürfnisse und Ziele des Betroffenen abgestimmt ist. Der Austausch 
und die Zusammenarbeit zwischen diesen Fachleuten spielen eine entscheidende Rolle
bei der Verbesserung der Mobilität und Lebensqualität der Betroffenen.

## Fazit

Fußheberschwäche kann eine Herausforderung für die Mobilität und Sicherheit sein,
aber mit der richtigen Behandlung und Unterstützung können Betroffene ihre Lebensqualität
verbessern. Die Ursachen von Fußheberschwäche können vielfältig sein, und die Behandlungsmöglichkeiten
reichen von Hilfsmitteln wie Orthesen und Schienen bis hin zu physiotherapeutischen
Maßnahmen und medikamentöser Therapie. Eine frühzeitige Diagnose und individuelle
Behandlungsstrategie sind entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Zusammenarbeit mit Experten und therapeutische Unterstützung spielen eine wichtige
Rolle bei der Bewältigung von Fußheberschwäche und der Wiedererlangung der Mobilität.

Quelle: www.ottobock.com/de-de/situation/diagnose-und-symptome/fussheberschwaeche

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